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Tee mit der Königin

Kurzgeschichten aus Wales herausgegeben und übersetzt von Frank Meyer und Angharad Price.

Der Pfälzer Maler August Croissant

Der Pfälzer Maler August Croissant

Herbert Kihm

„Das Malen in der Pfalz ist keine Arbeit, sondern eine Lust!“

August Croissant wurde am 6. Februar 1870 in Edenkoben als Sohn eines Tünchers geboren. Die Gemeinde Edenkoben ist den geneigten Leserinnen und Lesern dieser Seiten bereits ein Begriff (siehe die Artikel zu Schloss Ludwigshöhe und zu dem Maler Max Slevogt).

Die heute als Pfalz bezeichnete Region des Landes Rheinland-Pfalz gehörte bis 1918, als „Kreis Pfalz“, zum Königreich Bayern, ebenso wie die benachbarten Teile des heutigen Saarlandes.

Werfen wir dazu einen kurzen Blick zurück in die Geschichte.

Nach den Niederlagen Napoleons in Russland und in den sogenannten "deutschen Befreiungskriegen" wurde im Wiener Kongress 1815 die Landkarte Europas neu geordnet. Kurzzeitig unter österreichischer Verwaltung wurde der "Rheinkreis" - die spätere Pfalz - und damit auch der heutige Saarpfalz-Kreis 1816 Bestandteil des Königreichs Bayern.

Die Neuordnung der Verwaltung trat zum April 1818 in Kraft. Die Pfalz wurde in zwölf Landcommissariate unterteilt, darunter das Landcommissariat Homburg mit den Kantonen Waldmohr, Landstuhl und Homburg sowie das Landcommissariat Zweibrücken mit den Kantonen Zweibrücken, Neuhornbach und Blieskastel. Die beiden letzteren umfassten somit den Bliesgau und St. Ingbert, die später zum "Bezirksamt St. Ingbert" zusammengefasst werden sollten.

Zurück nun zu August Croissant: nach der Ausbildung im väterlichen Beruf besuchte er die Kunstgewerbeschulen in Kaiserslautern und Nürnberg und ließ sich schließlich in München nieder. Dort wurde er stark beeinflusst von den Malern Franz von Stuck und Franz von Lenbach.

Er wurde durch zahlreiche Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen seiner Landschaften, Stadtansichten und Dorfszenen, besonders denen seiner unmittelbaren pfälzischen Heimat und seines bayerischen Heimatlandes, ein bekannter zeitgenössischer Maler, dem in Landau, wo er mit seiner Familie wohnte, eine Straße gewidmet wurde.

Der in Billigheim (Landkreis Südliche Weinstraße) ansässige Arzt Dr. Friedrich Heitz entwickelte die Idee zur Schaffung einer Pfälzer Fahne. Bei der 1909, in Neustadt an der Weinstraße stattfindenden Ausstellung des „Vereins Pfälzischer Künstler und Kunstfreunde“ stellte er sie vor. Der Prototyp war von August Croissant entworfen und gemalt worden, erfuhr aber später noch leichte Veränderungen.

August Croissant starb am 4. Januar 1941 in Landau in der Pfalz, wo er im Familiengrab beigesetzt ist.

 

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Bildquellen:

Vorschaubild: August Croissant, Selbstbildnis 1, etwa 1920 via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Burg Trifels, 1938, Webseite VG Anweiler via Wikipedia commons Gemeinfrei.

Pfälzer Feldlandschaft, 1920, Kunstwebseite via Wikipedia commons Gemeinfrei.

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