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Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Federweißer und Zwiebelkuchen

Federweißer und Zwiebelkuchen

Herbert Kihm

Ein explosives Pfälzer Herbstgericht

Natürlich weiß jeder, dass die Pfalz zu den großen Weinbaugebieten Deutschlands zählt.

Daher ist die Zeit der Weinlese, das Herbsten, ein Höhepunkt des Jahres und dazu gehört unbedingt der neue Wein, oder pfälzisch, der „Neie Woi“, der Federweiße zusammen mit Zwiebelkuchen.

Federweißer ist ein in Gärung befindlicher Traubenmost, der je nach Geschmack von süßlich bis herb getrunken werden kann.

Im Anfangsstadium, in dem er gerade zu gären beginnt, gleicht er eher einem Traubensaft als einem Wein. Er schmeckt süß und weist einen geringen Alkoholgehalt von circa vier Prozent auf. Schreitet die Gärung fort, wird der Most immer herber, da der Zucker von den Hefepilzen schon fast vergoren ist. Er verfärbt sich durch die zunehmende Hefe weißlicher und hat einen höheren Alkoholgehalt von bis zu elf Volumenprozent.

Federweißer hat seinen Namen von seiner milchig-weißen Hefefärbung und der freiwerdenden prickelnden Kohlensäure. Das ergibt ein Bild, als ob im Glas winzige Federchen tanzen.

Auf dem Höhepunkt der Gärung enthält der entstehende Wein lebende, aktive Hefezellen, die von den Trauben in den Most gelangen. Vor allem die Vitamine B 1, für den Kohlenhydrat-Stoffwechsel, B 2 für Augen und Haut, sowie B 6 sind nachweisbar. Sie stammen zum Teil aus den Trauben selbst, zum Teil entstehen sie auch durch den Hefe-Stoffwechsel.

Mediziner loben die blutreinigende und verdauungsfördernde Wirkung des Federweißen. Die Kombination aus Hefen, Milchsäurebakterien und Trübstoffen aktiviert den Magen-Darm-Trakt insbesondere auf dessen Peristaltik.

Bleiben wir also bei der Peristaltik. Wurde diese bereits gefördert durch die Wirkung des Federweißen, so wird sie durch den Zwiebelkuchen, der traditionell dazu gehört, weiter positiv beeinflusst.

Sie erinnern sich jetzt an die Überschrift?

Dennoch genießen Sie diese köstliche Herbstmahlzeit trotzdem!

Bei dem Zweibelkuchen handelt es sich meist um einen viereckigen oder runden Blechkuchen aus Hefeteig oder einen eher der Quiche lorraine vergleichbaren Kuchen auf Basis von Mürbeteig.

Neben den Zwiebeln werden für den Belag häufig Sauerrahm oder süße Sahne, Eier und Speckwürfel verwendet.

Vor allem also nach der Weinlese wird Zwiebelkuchen beim Weimarer Zwiebelmarkt und bei Weinfesten in deutschen Weinbauregionen – etwa in Baden, an Rhein, Mosel, Saar (dort als „Zwiwwelkuche“ oder Quiche) und Nahe, in der Pfalz, in Hessen oder in Franken – angeboten.

Hier zum Schluss ein Link zu einem Rezept für Pfälzer Zwiebelkuchen:

https://www.pfalz.de/de/pfalz-geniessen/pfaelzer-s...

Wein saufen ist Sünde.
Wein trinken ist beten,
lasset uns beten.

(Theodor Heuss)

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Vorschaubild: :Federweisser_und_Zwiebelkuchen_2011, Urheber: 4028mdk09 via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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