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Wolfgang Hirschmann/Adrian La Salvia (Hg.)
Musik im Dessau-Wörlitzer Gartenreich
Sachbuch

Der Klang des Gartenreichs

Die wissenschaftliche Erschließung des Dessau-Wörlitzer-Kulturkreises war lange auf die heute noch zu besichtigenden Zeugnisse der Architektur und Gartenkunst konzentriert. Das 250-jährige Bestehen der Dessauer Hofkapelle/Anhaltischen Philharmonie 2016 bot den Anlass, sich dem immateriellen musikalischen Kulturerbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs im Rahmen der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission zu nähern.
Die Beiträge des Bandes versammeln die Ergebnisse der Tagung und zeigen, dass die Kenntnis der Dessau-Wörlitzer Musiklandschaft des 18. Jahrhunderts einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der europäischen Aufklärung und Empfindsamkeit zu leisten vermag. Die opulente Ausstattung des Bandes mit vielen Abbildungen soll dabei helfen, ein lebendiges Bild der reichen Musik- und Theaterkultur der Epoche zu entwerfen.

Karl-Marx-Haus Trier

Karl-Marx-Haus Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Anleitungen zur Veränderung

Kaum ein Trierer lässt etwas auf Karl Marx kommen. Er sagt: Sicher, der „Vater des Kommunismus“ wurde in unserer Stadt geboren, hat 17 Jahre hier gelebt, gelernt, aber das allein macht es nicht. Wichtig ist: Er schrieb bereits als junger Redakteur der „Rheinischen Zeitung“ in Köln gegen die preußischen Zustände und gegen den Untertanengeist an. Beides war und ist auch uns, seit wir ab 1815 unter Preußens Herrschaft geraten sind, widerlich. Unsere Lebensart und die aller Moselaner war und ist eine ganz andere.

Die Trierer achten also Karl Marx. Sie sagen: „Unser“ Marx hat eine ganze Menge zu den deutschen Missständen gesagt, geschrieben und einiges in Richtung einer sozial gerechten Welt bewegt. Und das war wohl bitter nötig. Was später aus seinen Ideen gemacht wurde, den Marxismus-Leninismus, gar den mörderischen Stalinismus, das hat er nicht zu verantworten.

Folgerichtig beschränkt sich die Ausstellung in seinem Geburtshaus auf das Werden und Wachsen der marxschen Gesellschaftsanalyse und die Versuche des Gesellschaftskritikers, die Nichtbesitzenden für sie zu interessieren, damit sie sich organisieren und ihre Menschenwürde vertreten. Getreu seiner bekanntesten These: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert. Es kommt darauf an, sie zu verändern.“ Über ihn selbst, seine Familie, Weggefährten und Gegner, von Erfolgen und Misserfolgen der „Arbeiterbewegung“ erfährt man in 27 Ausstellungsräumen: anschaulich, umfassend und – erfreulich ideologiefrei.


Adresse

Karl-Marx-Haus

Brückenstraße 10

54290 Trier

Tel.: 0651 970680

www.fes.de/Karl­-Marx­-Haus


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Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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