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Frank Meyer

Es war mir ehrlich gesagt völlig egal

 „Ich ging zur Beerdigung. Denn immerhin war ich es ja, der ihn erschlagen hatte.“

Sie schlagen sich so durch — die Jungs in Frank Meyers Geschichten. Dabei lassen sie sich von weiblichen Hosenanzügen beirren, stellen ihre grenzenlose Coolness beim Moped-Trinken unter Beweis und sorgen dafür, dass der Großvater fast die Sportschau verpasst.

Benediktinerabtei Maria Laach

Fluchtpunkt für „Bruder“ Konrad

Wasser rinnt von den Bergen der Vulkaneifel ins Tal und bildet dort im Schlot eines einst mächtigen Vulkans den Laacher See. Von ihm hat die Benediktinerabtei ihren Namen: Maria Laach. Sie wurde 1093 gegründet. 840 Jahre später, im Jahr 1933, lebte hier ein Bruder Konrad. Er betete. Vielleicht bat er darum, dass die neue Macht im Reich ihn nicht entdecken möge in seiner Zuflucht. Das hat geholfen, Bruder Konrad Adenauer, aus seinem Amt als Oberbürgermeister von Köln geflohen vor den Nationalsozialisten, überlebte das Dritte Reich. Das ist nur eine der Geschichten, die sich um das wohl bedeutendste romanische Kloster im linksrheinischen Gebiet ranken.

Zentrum der Abtei ist die Klosterkirche, sie gilt als eine der schönsten Schöpfungen der Romanik, und: Sie wurde nie zerstört, auch in den Bauphasen der nachfolgenden Jahrhunderte nicht entstellt durch Um- und Einbauten. Den Innenraum mit seinen Altären, Grabmalen, Fresken und der Krypta, kann man durchs „Paradies“ betreten. In ihm ist nichts geprägt von Glaubenstrenge. Das Licht strömt durch die offenen Arkaden, erhellt die Figuren an den Kapitelen, und Heiterkeit kommt auf. Da ist der Haarraufer (ein Oberteufel?), der es nicht fassen kann, dass ihm weder die Teufelchen noch die grausigen Fabeltiere helfen können (oder wollen), den Menschen von einem gottgefälligen Leben abzubringen.

1802 wurde das Kloster aufgehoben, seit 1892 leben wieder Mönche hier. Sie sind dem Heute zugewandt. Sie beten, arbeiten mit Fleiß und sehen gern Besucher.

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