Rheinland-Pfalz-Lese

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Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Stadtmuseum Simeonsstift

Stadtmuseum Simeonsstift

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Begegnungen auf Augenhöhe

Hier sieht man endlich mal Trebeta, den sagenhaften Stadtgründer, den Mann, der vor den erotischen Nachstellungen seiner Stiefmutter vom Assyrerreich bis an die Mosel floh. Hier konnte er aufatmen und sich im Jahr 2053 v. Chr. niederlassen. Gleich am Eingang kann man ihm ins Auge blicken. Ein monumentales Bild zeigt ihn, wie er in Herrscherpose sitzt und auf seinen Händen wie auf seinem Schoß die Bischofskirchen von Köln, Mainz und Worms hält. Die gab es vor 3.000 Jahren zwar noch nicht, aber das Bild ist ja auch erst 1684 entstanden, doch eindeutig in der Aussage: Trier ist bedeutend älter als diese Bischofssitze, sie sind uns tributpflichtig! Ganz schön kühn. Man hatte ja schon 1580 alle Ansprüche auf Reichsunmittelbarkeit begraben müssen. Das wussten die so Belehrten auch und unterwarfen sich Trier in keiner Weise. Aber es ist natürlich richtig, mit diesem doppelt anspruchsvollen Bild die Ausstellungen zur Stadtgeschichte zu beginnen. Hier geht es um die letzten fünf Jahrhunderte. Man sieht das Original des Marktkreuzes auf seiner hohen Säule. Wer die Kopie auf dem Markt gesehen hat, wundert sich – das Original schaut etwas anders aus. Das echte Kreuz hat „Tatzenpfoten“ an den Außenflächen, ist also wehrhaft und nicht glatt. Den Originalen der Steipenfiguren begegnet man auf Augenhöhe. Ein ästhetischer Gewinn!

Im Übrigen: Viele Sachzeugen zeigen bürgerliches Leben – Kunstschätze wie Gemälde, Plastiken und Möbel, Mode im Verlauf der Zeit und Gegenstände längst vergessener Produktion.

Adresse:

Stadtmuseum Simeonsstift

Simeonstraße 60

54290 Trier

Tel.: 0651 7181459

www.museum­-trier.de


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Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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