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Florian Russi
Symbolon
Europas Kinder auf Reisen
Roman

Reise durch den Kontinent – auf der Suche nach Harmonie und Frieden

Die Menschen und die Götter – vielleicht ist das ein Symbol für den ewigen Widerstreit, die Ambivalenz in der Welt. Zeus grämt schon lange die Ferne zwischen Göttlichkeit und Menschheit, das Auseinanderdriften der einstigen Harmonie. Deshalb schickt er zwei seiner Söhne von Kreta aus quer durch Europa, um eine Art Götter- und Menschentag an einem Ort des Friedens einzuberufen und so das Schicksal des Kontinents in ein glückliches zu wenden und die alte Einheit wiederherzustellen. Dafür braucht er die Hilfe all seiner Götterkollegen, die den verschiedenen Völkern Europas heilig sind … Ein nur ansatzweise antiker Plot – Verweise auf die unmittelbare Gegenwart sind unübersehbar.

Unser Leseangebot
Mariensäule Trier

Mariensäule Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Sehen und gesehen werden

Die Gottesmutter sieht alles und alle: die Gerechten wie die Ungerechten. In Trier fällt ihr das besonders leicht, denn sie ist überlebensgroß allgegenwärtig. Maria schaut von einer 40 Meter hohen Säule auf dem Markusberg über die ganze Stadt und hat damit den schönsten Ausblick, den es gibt. Der Berg erhebt sich auf dem linken Flussufer 300 Meter über die Mosel. Hinauf schlängelt sich ein Fußweg. Mit dem Auto kommt man auch (fast) dahin.

Maria selbst kann ebenfalls von beinahe allen Straßen und Plätzen aus gesehen werden. Am besten vom Vorplatz der Basilika. Und das aus gutem Grund. Ab 1815 herrschten die Preußen auch über Trier. Die Stadt war treu katholisch, die Hohenzollern aber ausgewiesene Protestanten, und unsensibel waren sie dazu. König Wilhelm IV. regte nicht an, nein, er befahl, die Konstantinbasilika, seit mehr als 1.000 Jahren das Symbol der katholischen Christenheit, als evangelische Kirche „Zum Erlöser“ umzugestalten. Was für ein Sakrileg!

Die Trierer Katholiken murrten, dann sammelten sie Geld für ein Mariendenkmal. Ein unübersehbares sollte es sein. Und es wurde verwirklicht. Der Bildhauer Gottfried Renn machte sich ans Werk. Seit 1866 steht die betende Maria im Sternenkranz oben auf dem Berg – ohne das Jesuskind! Dem Gottessohn wollte man wohl den Anblick der „Evangelen“ und der Heiden, die sich zunehmend in den Straßen tummelten, ersparen.


Hotel/Restaurant
"
Zur schönen Aussicht"

Markusberg 32

54293 Trier

Tel.: 0651 827260

www.zur­schoenen­aussicht­trier.de


*****

Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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