Rheinland-Pfalz-Lese

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Birgit Neumann-Becker/Stephan Bickhardt/Antje Wilde/Wolfram Tschiche (Hg.)
Aufruf zum Miteinander
30 Jahre Friedliche Revolution 2019/20
Eine Diskussion mit Hans-Jochen Tschiche

Zum 90. Geburtstag von Hans-Jochen Tschiche

Der Sammelband vereinigt Texte von Hans-Jochen Tschiche zu unterschiedlichsten Themen, die sein politisches Denken widerspiegeln. Die Autorinnen und Autoren des Bandes begeben sich in den Diskurs damit und heben sie in die Gegenwart. So wird deutlich, dass Tschiche auch für die heutige Zeit Wichtiges beizutragen hat, dass die Auseinandersetzung mit seinem politischen Wirken und Denken nach wie vor befruchtend ist.

Unser Leseangebot
Mariensäule Trier

Mariensäule Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Sehen und gesehen werden

Die Gottesmutter sieht alles und alle: die Gerechten wie die Ungerechten. In Trier fällt ihr das besonders leicht, denn sie ist überlebensgroß allgegenwärtig. Maria schaut von einer 40 Meter hohen Säule auf dem Markusberg über die ganze Stadt und hat damit den schönsten Ausblick, den es gibt. Der Berg erhebt sich auf dem linken Flussufer 300 Meter über die Mosel. Hinauf schlängelt sich ein Fußweg. Mit dem Auto kommt man auch (fast) dahin.

Maria selbst kann ebenfalls von beinahe allen Straßen und Plätzen aus gesehen werden. Am besten vom Vorplatz der Basilika. Und das aus gutem Grund. Ab 1815 herrschten die Preußen auch über Trier. Die Stadt war treu katholisch, die Hohenzollern aber ausgewiesene Protestanten, und unsensibel waren sie dazu. König Wilhelm IV. regte nicht an, nein, er befahl, die Konstantinbasilika, seit mehr als 1.000 Jahren das Symbol der katholischen Christenheit, als evangelische Kirche „Zum Erlöser“ umzugestalten. Was für ein Sakrileg!

Die Trierer Katholiken murrten, dann sammelten sie Geld für ein Mariendenkmal. Ein unübersehbares sollte es sein. Und es wurde verwirklicht. Der Bildhauer Gottfried Renn machte sich ans Werk. Seit 1866 steht die betende Maria im Sternenkranz oben auf dem Berg – ohne das Jesuskind! Dem Gottessohn wollte man wohl den Anblick der „Evangelen“ und der Heiden, die sich zunehmend in den Straßen tummelten, ersparen.


Hotel/Restaurant
"
Zur schönen Aussicht"

Markusberg 32

54293 Trier

Tel.: 0651 827260

www.zur­schoenen­aussicht­trier.de


*****

Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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