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Das verlassene Krankenhaus bei Tschernobyl

Nic

Heft, 28 Seiten, 2020 - ab 23 Nov. erhältlich

Die Stadt Prypjat liegt nur 3 Kilometer von Tschernobyl entfernt. Im hiesigen Krankenhaus wurden unmittelbar nach der Explosion des Atomreaktors die ersten stark verstrahlten Opfer behandelt. Viele von Ihnen sind an der massiven Strahlenbelastung gestorben.

Am 27. April 1986, einen Tag nach der Nuklearkatastrophe, wurde die Prypjat evakuiert. Seither ist die Stadt, wie auch das hier gezeigte Krankenhaus verwaist. 30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Nic führt uns auf einem Rundgang durch verlassene Gänge vorbei an verfallenen OP-Sälen und Behandlungszimmern.

Für alle Fans von Lost Places.

Ab 4 Heften versenden wir versandkostenfrei.

Ein Zweibrücker steht in der ersten Reihe im Kapitol von Washington

Ein Zweibrücker steht in der ersten Reihe im Kapitol von Washington

Herbert Kihm

Bevor wir uns mit diesem berühmten Zweibrücker – den sicherlich aber die wenigsten Zweibrücker kennen werden - näher beschäftigen, sind sicherlich ein paar Information zuvor angebracht.

Die Stadt Zweibrücken, rheinland-pfälzische Grenzstadt zum Saarland, war die Residenz der Herzöge von Zweibrücken. Parenthetisch: Die Könige von Bayern und die Herzöge in Bayern und alle heute lebenden Wittelsbacher entstammen dieser Linie.

Christian IV. (* 16. September 1722 in Bischweiler, heute Bischwiller; † 5. November 1775 auf Schloss Pettersheim), einer der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, ging 1751 eine „ Trauung zu linker Hand“ (morganatische Ehe) mit der Französin Marianne Camasse (1734–1807), spätere Gräfin von Forbach, ein, die er ein Jahr zuvor als sechzehnjährige Tänzerin am Mannheimer Theater kennengelernt hatte. Da die Gültigkeit dieser Eheschließung unklar war, wurde sie am 3. September 1757 noch einmal wiederholt. Christian und Marianne hatten zusammen sechs Kinder (s. auch Maria Johanna Francisca Camasse, Gräfin von Forbach).

Christian von Forbach, wie der erstgeborene Sohn Christians IV. mit dem Titel seiner Mutter hieß, schlug indes wie viele andere nicht erbberechtigte junge Adelige seiner Zeit eine Offizierslaufbahn ein – und was lag näher als in das von seinem Vater rekrutierte „Deutsche Königlich-Französische Infanterie-Regiment von Zweybrücken oder Royal Deux-Ponts“ einzutreten. Er machte schnell eine militärische Karriere und wurde von König Ludwig XVI. zum Marquis und 1777 sogar zum Maréchal de camp erhob.

Das Regiment wurde am 4. April 1780 nach Amerika eingeschifft. Im Hilfskorps des Generals Rochambeau kämpften 1781 Christian von Zweybrücken und sein Bruder Wilhelm von Zweybrücken (1754–1807), mit ihrem Regiment auf Seiten der USA, im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Dort nahm er im Herbst 1781 an der den Unabhängigkeitskrieg zugunsten der USA entscheidenden Schlacht um Yorktown teil, wo sein Regiment – geführt vom jüngeren Bruder Wilhelm – am 14. Oktober eine wichtige Stellung der Engländer einnahm, worauf sich die britische Südarmee fünf Tage später ergeben musste. Diesen Umstand greift das berühmte, 1820 geschaffene Gemälde „Surrender of Lord Cornwallis“ („Kapitulation des Lord Cornwallis“) auf, das seit 1826 als eine Ikone der US-amerikanischen Geschichte in der Rotunde des State-Capitol-Gebäudes in Washington D.C. hängt – und das, und jetzt kommen wir zu der Erklärung der Überschrift, „Christian, Count Deuxponts“ einen Ehrenplatz ganz vorne in der ersten Reihe einräumt.

Auf dem Gemälde ist Freiherr Christian von Zweybrücken am linken Bildrand neben General Mathieu de Montmorency-Laval rechts daneben abgebildet.

Nach der französischen Revolution wurde das Regiment am 21. Juli 1791 aufgelöst. Er trat aus französischen Kriegsdiensten aus, verzichtete auf den Titel Marquis und erhielt aber am 31. Januar 1792 von Pfalzgraf Karl II. August den Titel „Freiherr von Zweybrücken“.

Zweybrücken trat am 1. Januar 1792 in preußische Dienste, wurde mit Patent als Generalmajor angestellt und nahm an den Feldzügen gegen Frankreich 1794–97 teil.

Am 20. Juni 1799 erhielt er die Erlaubnis, in kurfürstlich-bayerische Dienste treten zu dürfen. Er war mit Adelaide-Françoise de Béthune-Pologne (1761–1823) aus dem Haus Béthune verheiratet, die er 1783 in Versailles geehelicht hatte. Christian von Zweybrücken starb mit zahlreichen Auszeichnungen hochgehrt am 25. Oktober 1817 in München.

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Bildquellen:

Vorschaubild: Christian Freiherr von Zweybrücken (1752-1817) , Pfälzisches Museum, Heft 11/12,1922,S.277 des Jahrgangs, Quelle: Historischer Verein der Pfalz, zeitgenössischer Maler, um 1805, via Wikipedia Commons, gemeinfrei.

John Trumbull (1756-1843), Surrender of Lord Cornwallis, painting, Rotunda of the US Capitol, Washington D.C., via Wikipedia Commons, Gemeinfrei.

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