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Technikmuseum Speyer

Technikmuseum Speyer

Carolin Eberhardt

Ein Erlebnis der besonderen Art erwartet Groß und Klein im Technikmuseum Speyer. Viele historische Exponate warten hier in einem einwandfrei gepflegten Zustand darauf, von neugierigen und interessierten Besuchern entdeckt zu werden. Dabei gestalten sich die Ausstellungsstücke sehr vielseitig, somit ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ob Oldtimer der unterschiedlichsten Art, dabei angefangen bei den ersten Automobilen in der Entstehungsgeschichte der Personenkraftfahrzeuge, welche eher den Eindruck einer nicht mit Pferden bespannten Kutsche erwecken, bis hin zu Nutzfahrzeugen, Feuerwehrfahrzeugen und sogar Musikinstrumenten ist in der Ausstellungshalle alles vertreten. Selbst ein antikes Karussell kann hier besichtigt werden. Doch über die Halle mit den genannten Ausstellungsstücken hinaus hat das Museum noch weitere beeindruckende Highlights zu bieten. Im Außengelände lockt es mit maritimen Exponaten, darunter einem U-Boot, dem Boot Sean o'Kelley (das Hausboot der Kelly Family), dem Seenotkreuzer JT Essberger und vielen weiteren erstaunlichen Exemplaren, die natürlich allesamt besichtigt werden können. Die Luftfahrt darf natürlich in einem Technikmuseum ebenso wenig fehlen. Besonders erwähnenswert ist hier das Antonov An-22 Großraumflugzeug, welches 1999 unter den Blicken unzähliger Schaulustiger über dem Rollfeld in Speyer zur Landung ansetzte und nur wenig später im Museum besichtigt und bestiegen werden konnte. Die Antonov gehört mit ihren 64 Metern Spannweite und einem Leergewicht von 116 Tonnen heute noch zu den größten Propellerflugzeugen der Welt.

Mit dem Erwerb einer Boeing 747 von der Lufthansa 2002 ging für das Team des Museums ein Traum in Erfüllung. Auch für die Besucher ist dieses Exponat seitdem eine Sensation. Nicht nur das Personenflugzeug selbst fasziniert, auch die durch das Museum vorgenommenen Anpassungen sind sehenswert. So wurde das Flugzeug in ca. 20 Meter Höhe ausgestellt und kann über eine Treppe erreicht werden. Sogar der Frachtraum ist begehbar, einiges der Innenausstattung wurde demontiert, so dass der Besucher einen Einblick in den technischen Aufbau des Metallvogels erlangen kann. Eine weitere Besonderheit: vor dem Aufstieg kann sich der abenteuerlustige Besucher, vorzugsweise wird dies von Kindern in Anspruch genommen, einen Rutschteppich mit nach oben nehmen, um dann, unterhalb der Boeing über eine sehr lange und steile Röhrenrutsche den Rückweg von oben antreten zu können. Ein einmaliges Abenteuer!


Militärische Flugzeuge sind ein weiterer imposanter Ausstellungsbereich der Luftfahrt. Der ursprünglich als reiner Tagjäger konzipierte Lockheed F-104 G Starfighter stellte 1958 einen Geschwindigkeitsrekord von 2.540 km/ h auf und schaffte eine erstmalig erreichte Flughöhe von 30.000 Metern.

Nach diesen vielen genannten außergewöhnlichen Ausstellungsstücken könnte der Besucher den Eindruck gewinnen, dass die Vielfalt des Museums sich erschöpft hätte. Und doch legt die Einrichtung noch verschiedene andere Highlights oben drauf. Eine echte Sensation ist die europaweit größte Raumfahrtausstellung im Technikmuseum. Nach Betreten der separaten Halle fällt der Blick des Besuchers unweigerlich auf den passender Weise zentral aufgebauten Mittelpunkt dieses Ausstellungsbereichs: das originale Space-Shuttle BURAN. Unglaublich erscheint das Gefährt, welches dazu konzipiert war, in das Weltall zu fliegen, als wäre es aus einem Science-Fiction-Film entsprungen. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Original, wohlgleich dieses Flugobjekt nicht für den Flug zum Mond genutzt wurde. Sein guter Erhaltungszustand ist, neben guter Pflege, darauf zurückzuführen, dass die dort aufgestellte BURAN als Prototyp 1984 erbaut und für die Erprobung von Gleitflug und Landung nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre genutzt wurde. Auf nicht weniger als 25 Atmosphärenflüge blickt die BURAN dennoch zurück und war somit Wegbereiter für den Orbitalflug einer BURAN 1988. Natürlich gibt es in der Weltraumausstellung des Museums noch vieles mehr zu entdecken.

Eine weitere Attraktion ist das zum Museum gehörende „I Max Dome Kino“, in welchem verschiedene Filmvorstellungen besucht werden können, so zum Beispiel der Film „Apollo 11“ oder „Wunderwelt Südpazifik“. Es ist das einzige Kino seiner Art in ganz Deutschland. Nicht auf eine Leinwand wird hier der Film projiziert, sondern auf eine riesige Kuppel. Der Eindruck des Zuschauers, mitten im Geschehen zu sein, wird zusätzlich durch die hohe Bild- und Tonqualität verstärkt.

Nicht allen Exponaten kann in einem kurzen Artikel Respekt gezollt werden. Würden alle Ausstellungsstücke genannt und beschrieben werden, würde dies den Rahmen sprengen. Ersichtlich sollte eines durch den kurzen Überblick geworden sein: Ein Besuch lohnt sich und ist sehr vielseitig.

Neben den regulären Öffnungszeiten können auch verschiedene Veranstaltungen besucht werden. So findet zweimal jährlich das sogenannte Event „Benzingespräch“ statt, bei welchem sich bereits zum Frühshoppen Fahrzeugfans zusammenfinden, um ihre Old – oder Youngtimer, speziell umgebaute Fahrzeuge oder andere Raritäten vorzuführen. Kinderführungen werden ebenso regelmäßig angeboten, aber auch vieles weitere mehr. Es lohnt sich allemal, den Veranstaltungsplan des Öfteren aufzurufen.

Neben der Riesenrutsche bietet das Museum auch für Kinder weitere Highlights. So verfügt es unter anderem über einen Spielplatz auf dem Außengelände, eine Fahrbahn für Elektroautos sowie andere Attraktionen, die für ein kleines Entgelt zusätzlich genutzt werden können. Doch das ist längst nicht alles. Denn auch für die Kleinen sind die begehbaren Exponate, wie einige Dampflokomotiven oder auch Flugzeuge und U-Boot etwas ganz Besonderes. Außerdem kann im Technikmuseum auch der Kindergeburtstag gefeiert werden, das Geburtstagkind hat hier sogar freien Eintritt.

Für das leibliche Wohl ist durch die integrierte Gastronomie sowie verschiedene Imbissstände und Automaten gesorgt. Das Museumsrestaurant „Hangar 10“ hält so mancherlei Köstlichkeit zum guten Preis-Leistungsverhältnis für seine Besucher bereit. Und nach so einem aufregenden und weitläufigen Besuch der Ausstellungen kommt der kleine oder große Hunger ganz gewiss.

Impressionen eines Besuchs im Technik Museum

Adresse:

Technik Museum Speyer

Am Technik Museum 1

D-67346 Speyer

Tel.: 06232 / 6708-0

Fax: 06232 / 6708-20

Weitere Informationen: https://speyer.technik-museum.de/

Öffnungszeiten:

Mo – Fr 9:00 – 18:00 Uhr

Sa / So / Feiertag 9:00 – 19:00 Uhr

Heiligabend und Silvester verkürzte Öffnungszeiten

*****

Bilder: Carolin Eberhardt; erstellt im Technikmuseum Speyer und mit freundlicher Genehmigung des Museums zur Nutzung freigegeben.

Technikmuseum Speyer

Am Technik Museum 1
67346 Speyer

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