Rheinland-Pfalz-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.rheinland-pfalz-lese.de

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Zur Steipe Trier

Zur Steipe Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

„Rivelches Zopp“

„Liebe geht durch den Magen.“ Jedenfalls die dauerhafte. Die Liebe zu einer Stadt hängt zwar nicht unbedingt am Essen, aber schmecken sollte es schon, und der Eine oder die Andere braucht auch mal eine Anregung für den heimischen Kochtopf. Was also gibt es so an typischen Gerichten in der Stadt? Mehr als man denkt. Zum klassischen Menü gehört als Vorspeise „Rivelches Zopp“.Die hat etwas zu tun mit Eiern, Mehl und Salz, die miteinander durchgeknetet werden; was da entsteht, heißt Rivelchen. Die werden in heiße Milch „verkrümmelt“. Das schmeckt schon mal ganz gut, vorausgesetzt man streuselt etwas Zucker drüber.Wer’s herzhaft liebt, bestellt „Schnibbelches Bohnesupp“, da ist Fleisch drin, dazu Essig und Frühlingszwiebeln und viel frische Kräuter.

Als Hauptgang eignen sich zum Beispiel „Saure Stambes“, die herzustellen ist ein Kinderspiel, aber in den ausgebackenen Pfannkuchenteig (Mehl, Eier, Salz …) wird gesäuertes Kartoffelpüree gewickelt. Richtig schmeckt das aber nur mit Feld­salat, der heißt hier „Mausohrsalat“, er wird mit Roter Bete vermischt und mit einer Soße aus Öl, Essig, Salz, Pfeffer Zwiebel serviert. Und: „Liegt oben ein Löffelchen quer / gibt es sicher noch Dessert.“ Richtig. Viezpudding. Auch das geht flott. Ein Päckchen Vanillepudding wird mit Zucker und Sahne in Viez gerühert (also in sauren Apfelwein). Und wo gibt’s das? Na (fast) überall zwischen Porta Nigra und Basilika. Außerdem kann man fürs Ausprobieren am eigenen Herd Rezeptbücher kaufen.


Adresse

Restaurant Zur Steipe

Dietrichstraße 54

54290 Trier

Tel.: 0651 1455456



*****

Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Weinstube Kesselstatt
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR
Restaurant Schloss Monaise Trier
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR

Zur Steipe Trier

Dietrichstraße 54
54290 Trier

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen