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Wolfgang Hirschmann/Adrian La Salvia (Hg.)
Musik im Dessau-Wörlitzer Gartenreich
Sachbuch

Der Klang des Gartenreichs

Die wissenschaftliche Erschließung des Dessau-Wörlitzer-Kulturkreises war lange auf die heute noch zu besichtigenden Zeugnisse der Architektur und Gartenkunst konzentriert. Das 250-jährige Bestehen der Dessauer Hofkapelle/Anhaltischen Philharmonie 2016 bot den Anlass, sich dem immateriellen musikalischen Kulturerbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs im Rahmen der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission zu nähern.
Die Beiträge des Bandes versammeln die Ergebnisse der Tagung und zeigen, dass die Kenntnis der Dessau-Wörlitzer Musiklandschaft des 18. Jahrhunderts einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der europäischen Aufklärung und Empfindsamkeit zu leisten vermag. Die opulente Ausstattung des Bandes mit vielen Abbildungen soll dabei helfen, ein lebendiges Bild der reichen Musik- und Theaterkultur der Epoche zu entwerfen.

Zur Steipe Trier

Zur Steipe Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

„Rivelches Zopp“

„Liebe geht durch den Magen.“ Jedenfalls die dauerhafte. Die Liebe zu einer Stadt hängt zwar nicht unbedingt am Essen, aber schmecken sollte es schon, und der Eine oder die Andere braucht auch mal eine Anregung für den heimischen Kochtopf. Was also gibt es so an typischen Gerichten in der Stadt? Mehr als man denkt. Zum klassischen Menü gehört als Vorspeise „Rivelches Zopp“.Die hat etwas zu tun mit Eiern, Mehl und Salz, die miteinander durchgeknetet werden; was da entsteht, heißt Rivelchen. Die werden in heiße Milch „verkrümmelt“. Das schmeckt schon mal ganz gut, vorausgesetzt man streuselt etwas Zucker drüber.Wer’s herzhaft liebt, bestellt „Schnibbelches Bohnesupp“, da ist Fleisch drin, dazu Essig und Frühlingszwiebeln und viel frische Kräuter.

Als Hauptgang eignen sich zum Beispiel „Saure Stambes“, die herzustellen ist ein Kinderspiel, aber in den ausgebackenen Pfannkuchenteig (Mehl, Eier, Salz …) wird gesäuertes Kartoffelpüree gewickelt. Richtig schmeckt das aber nur mit Feld­salat, der heißt hier „Mausohrsalat“, er wird mit Roter Bete vermischt und mit einer Soße aus Öl, Essig, Salz, Pfeffer Zwiebel serviert. Und: „Liegt oben ein Löffelchen quer / gibt es sicher noch Dessert.“ Richtig. Viezpudding. Auch das geht flott. Ein Päckchen Vanillepudding wird mit Zucker und Sahne in Viez gerühert (also in sauren Apfelwein). Und wo gibt’s das? Na (fast) überall zwischen Porta Nigra und Basilika. Außerdem kann man fürs Ausprobieren am eigenen Herd Rezeptbücher kaufen.


Adresse

Restaurant Zur Steipe

Dietrichstraße 54

54290 Trier

Tel.: 0651 1455456



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Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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