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Martine Lombard
Wir schenken uns nichts
Roman

»Wenn sich eine Tür schließt …«

Johanna hat alles im Griff. Eigentlich. Erfolgreich im Beruf – fernab ihrer Heimatstadt Dresden – scheinen ihr die Türen offen zu stehen, zudem ist sie glücklich verheiratet mit einem Mann, der sie anscheinend perfekt ergänzt. Doch als Johanna erfährt, dass ihre jüngere Schwester Alma nun mit ihrem Jugendfreund Felix zusammen ist und ihr in der DDR absolviertes Kunststudium auf Schiebung beruhte, gerät ihr Leben nach und nach aus den Fugen. Beherrscht von Eifersucht, Missgunst, Partnerproblemen, Verzweiflung und Angst verausgabt sie sich beruflich wie privat an der falschen Front.

Martine Lombard erzählt von Geschlechterkampf und weiblicher Konkurrenz in einer männerdominierten Arbeitswelt, von der Macht der Familienbande und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt.

Die Marx-Parade zu Trier

Die Marx-Parade zu Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Marxmännchen

Von den Trierern heißt es, sie könnten in ihrem Zorn schon mal fünf Zentner wiegen. Mag sein. Ich glaube, sie sind auch tolerant und heiteren Gemüts, auf alle Fälle souverän. Beispiel gefällig?

Als der Aktionskünstler Ottmar Hörl 2010 sich nach Adolf Hitler den großen Reformator Martin Luther vornahm und ihn als bunten Plastikzwerg den Wittenbergern in 800-facher Ausfertigung auf den Markt stellte, erhob sich ein Proteststurm. Deutschlandweit, ja fast global. 2013 wiederholte der Polithandwerker Hörl sein „Kunststück“ in Trier. Doch diesmal regte sich kaum ein Lüftchen. An der Porta Nigra standen 500 Zwerge, gedrungen und – allesamt mit dem Gesicht von Karl Marx. Nicht nur der bekannte Rauschebart leuchtete in vier Varianten rot, nein das gesamte nur einen Meter hohe Männchen schaute aus, wie frisch mit Nagellack bemalt. Die Trierer lächelten nur verhalten über den eigenartigen Umgang mit dem großen Sohn ihrer Stadt. Sollte diese Installation zum Nachdenken anregen über den Marxismus und auf die vielfältigen Möglichkeiten hinweisen, ihn auszulegen? Oder was? Sie bummelten die Einkaufsmeile hoch und taten, was sie dort am liebsten tun: shoppen. In Wittenberg verkaufte Hörl fast alle seine Lutherzwerge. In Trier wurden ihm zahlreiche geklaut, aber er nahm auch etwas ein. Das Karl-Marx-Haus erwarb ein Marxmännchen und stellte es sich in den Garten. Da steht der Geistesriese, kleingerechnet, in der Gartenfront, und die verwunderten Blicke der Besucher prallen von ihm ab.

Adresse

Karl-Marx-Haus

Brückenstraße 10

54290 Trier

Tel.: 0651 970680

www.fes.de/Karl­-Marx-­Haus


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Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016..

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