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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Legale Graffiti­flächen im Stadtgebiet

Legale Graffiti­flächen im Stadtgebiet

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Kunst oder Nichtkunst?

„Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Die naive Frage einer Putzfrau dürfte es bis in den Büchmann schaffen, in die berühmte Sammlung der geflügelten Worte. Also: Kunst oder Nichtkunst? Das ist eine Frage des Geschmacks. Diskutieren kann man, aber bitte doch „ergebnisoffen“. Was ist mit Graffiti? Dem einen sind sie hohe Kunst, dem anderen Sachbeschädigung. Ja, was denn nun. Salomonisch antwortet der, der sagt: Kommt darauf an. Graffiti können durchaus Kunst sein, legale Kunst zumal, gelegentlich trifft es sogar auf illegale zu.

In Trier tobte über Jahre ein verbissener Kampf. Was tun gegen die Verschandelung der Stadt durch wilde Schmierereien? Was tun, um denen, die tatsächlich Sehenswertes schaffen, Raum zu geben? Am Ende stand ein Kompromiss: konsequenter Kampf gegen die Illegalen und Förderung der legalen Sprayer-Szene.

Heute gibt es in der Stadt acht Flächen, die – nach Voranmeldung bei der zuständigen Behörde – besprüht werden dürfen. Natürlich hagelt es allemal Kritik. So ist bei Facebook zu lesen: „wo liegt die kunst des graffiti wenn’s erlaubt is? is doch nicer wenn über nacht an irgendeiner Fassade ein gemälde entsteht, das die leute vorbei gehen und sich denken: scheiß die wand an, das war gestern nich hier.“

Die berühmteste unter allen Wänden ist die „Wall of Fame“ von Trier, die Nordwand des Exzellenzhauses, und zugegeben: Ausdrucksstärker, farbenfroher sind die Vorbilder in New York auch nicht. Motto: „Graffiti sind kein Kampf, sondern Kommunikation.“

Adressen

Legale Graffiti­flächen im Stadtgebiet

Fußgängerunterführung an den Moselauen

Fußgängerunter­führung an den Kaiserthermen

Nordwand des Exzel­lenzhauses, Zurmaier Straße 114

Spielplatz Leoplatz/ Trier-­Süd

Eisenbahnunter­führung Kürenzer Straße/Schönborn­straße

Unterführung Mar­tinsufer/Ausoniusstraße

Zurmaiener Straße (Unterführung Cusanushaus)

Konrad-­Adenauer­-Brücke


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Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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54294 Trier

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