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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Löwenapotheke Trier

Löwenapotheke Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

„… fragen Sie Ihren … Apotheker“

Den Schnellsprech-Fernseh-Werbe-Spruch kennt jeder Deutsche, also den, der nach dem Hinweis auf Risiken und Nebenwirkungen fordert „… fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Wie wär’s, den Apotheker (wahlweise auch die Apothekerin) einmal nach dem Stauferkaiser Friedrich II. zu fragen? Ob man da die richtige Antwort bekommt, darf bezweifelt werden. Aber in der Löwenapotheke weiß man Bescheid. Schließlich ist der Mann der Gründervater dieser Offizin. Sie existiert seit 1241 und ist die älteste Apotheke in Deutschland. Jeder Pharmazeut in Europa ist Kaiser Friedrich II. zu Dank verpflichtet. Er hat den Beruf geschaffen, als er im Edikt von Salerno festschrieb, dass kein Arzt, bei Androhung von harten Strafen, eine Apotheke besitzen und Arzneien herstellen darf. Das war weitsichtig, brachte Ordnung ins Heilmittelwesen; die ganze Apothekengesetzgebung in Europa beruht auf diesem Edikt.

Die Apotheke, ursprünglich im Klosterbesitz, stand 1241 zunächst im Dombering und wurde nach ihrer Lage „Am Graben“ genannt. Am Hauptmarkt residierte sie seit der Mitte des 16. Jahrhunderts als „Einhornapotheke“. Erst im späten 19. Jahrhundert bekam sie ihren aktuellen Namen. Nach einigen Umbauten gehört das Haus mit seiner prachtvollen Fassade heute zu den schönsten Zeugnissen der Zeit des Übergangs von der Spätrenaissance zum Frühbarock. Leider – im Inneren erinnert nur sehr wenig an die große Vergangenheit. Kühl, hochmodern ist das Erscheinungsbild. Warum? Das fragen Sie am besten den Apotheker.


Adresse:

Löwen-Apotheke

Hauptmarkt 6

5290 Trier

Tel.: 0651 42679


*****

Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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Hauptmarkt 6
54290 Trier

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