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Wolfgang Hirschmann/Adrian La Salvia (Hg.)
Musik im Dessau-Wörlitzer Gartenreich
Sachbuch

Der Klang des Gartenreichs

Die wissenschaftliche Erschließung des Dessau-Wörlitzer-Kulturkreises war lange auf die heute noch zu besichtigenden Zeugnisse der Architektur und Gartenkunst konzentriert. Das 250-jährige Bestehen der Dessauer Hofkapelle/Anhaltischen Philharmonie 2016 bot den Anlass, sich dem immateriellen musikalischen Kulturerbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs im Rahmen der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission zu nähern.
Die Beiträge des Bandes versammeln die Ergebnisse der Tagung und zeigen, dass die Kenntnis der Dessau-Wörlitzer Musiklandschaft des 18. Jahrhunderts einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der europäischen Aufklärung und Empfindsamkeit zu leisten vermag. Die opulente Ausstattung des Bandes mit vielen Abbildungen soll dabei helfen, ein lebendiges Bild der reichen Musik- und Theaterkultur der Epoche zu entwerfen.

Turm Jerusalem Trier

Turm Jerusalem Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Altes Sicherheitsbedürfnis

Leute, die sich zu nachtschlafender Zeit vor den Haustüren herumdrücken, gab es schon immer. Heute knutscht sich da in aller Regel nur der Kevin mit Chantale. Auch als diese Klientel noch Hans und Grete hieß, hat sich da niemand weiter dran gestört, und schon gar nicht seinen Hauseingang zehn, zwölf Meter hoch über der Gasse durchs massive Mauerwerk geführt. Die Begüterten, die so bauen ließen, hatten handfeste Gründe. Ums Jahr 1100 gab es in der Stadt ein Machtvakuum. Die Stadtmauer war in einem üblen Zustand. Teilweise stand sie nicht mehr. Solch mangelhafte Wehrhaftigkeit nutzt Diebs- und Raubgesindel. Heerhaufen schlichen sich heran. Also bauten sich die Reichsten massive Anwesen und in ihnen Wohntürme, ganz wie auf den Burgen überall im Umland. Neun dieser Wehrbauten sind nachgewiesen, aber nur drei haben die Zeiten überdauert.

Der Frankenturm, der Turm Jerusalem und das Dreikönigenhaus. Der Frankenturm des Franco von Senheim ist noch reinste Romanik, obwohl er römische Bauweise nachahmt, also dicke Kalksteinquader und zwischen ihnen Ziegelbänder, alles unter einem Zinnenkranz. Ähnlich gebaut ist der Turm Jerusalem, der einst den Domkanonikern als Zuflucht diente. Am schönsten aber ist das Dreikönigenhaus aus dem frühen 13. Jahrhundert. In ihm lebte eine Kaufmannsfamilie offenbar so gut und sicher wie ansonsten nur die Könige im Land. Deshalb ist es auch so schön verziert. Natürlich gibt es auch eine andere Erklärung. So oder so: Es ist die reinste Augenweide.

Adressen:

Turm Jerusalem

Domfreihof 1B

54290 Trier

Nutzung: u. a.Standesamt


Dreikönigenhaus

Simenonstraße 19

54290 Trier

nur von außen zu besichtigen,

Café im Inneren


Frankenturm

Dietrichstraße

54290 Trier

Besichtigung nur mit Führung

bzw. bei Veranstaltungen Vermittlung/ Buchung:

Tourist­ Information Trier

54290 Trier

Simeonstraße 55 (direkt an der Porta Nigra)

Tel.: 0651 978080

*****

Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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Domfreihof 1B
54290 Trier

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