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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Rheinisches Landesmuseum

Rheinisches Landesmuseum

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Blicke in eine ferne Welt

Hinter Panzerglas schimmert die antike Welt in hellem Gold: Mehr als 2.650 Münzen zeigen in ihrem Rund 29 Kaiser. Es ist der größte erhaltene Goldschatz der gesamten Römerzeit. 84 Stücke waren bislang unbekannt. Ein Glücksfall für die Wissenschaft. Vom materiellen Wert wollen wir erst gar nicht reden.

Zum „Trierer Goldschatz“ kommen 2.250 weitere edle Prägungen – drei Münzanstalten arbeiteten in der Stadt. Geldstücke aus Treveris waren im ganzen Römerreich verbreitet. Wenn Trier als deutsches Zentrum der Antike gilt, so geht der Ruhm der Stadt auch auf diesen Schatz zurück.

Das Rheinische Landesmuseum ist „ein grabendes Museum“, heißt es. Fast alles, was hier auf 3.500 Quadratmetern gezeigt wird, ist in den vergangenen 200 Jahren aus dem Boden geholt worden.

In mühevoller Kleinarbeit, durch gezielte Grabungen und durch Glücksumstände. Den Münzschatz riss ein Baggerfahrer 1993 aus dem Boden.

Das Leben der römische Kaiserzeit wird einsehbar in monumentalen Grabdenkmalen, Mosaiken und Wandmalereien, die einst feudale wie bürgerliche Häuser schmückten. Es ist die größte und prächtigste Sammlung jenseits der Alpen. Manches davon ist nicht einmal in Rom zu sehen oder in Pompeji.

Der Dichter Ausonius sagte 370 über die Stadt „quod vestit et alit armat“ – sie kleidet, ernährt und bewaffnet. Diese Charakterisierung Triers, seit etwa 300 n. Ch. Hauptstadt des westlichen Römischen Reiches, das von Schottland bis Marokko reichte, wird hier in tausend Facetten über die Jahrhunderte sichtbar.

Adresse

Rheinisches Landesmuseum

Weimarer Allee 1

54290 Trier

Tel.: 0651 97740

www.gdke.rip.de

www.landesmuseum­ trier.de

www.im­reich­der­ schatten.de



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Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

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