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Frank Meyer

Raum 101
Erzählungen über Männer

Von dem Konflikt mit dem Vater beim Froschschenkeljagen, den abenteuerlichen Gefühlen einer Kinderliebe, den bleibenden Momenten mit dem besten Freund, die erschütternden Erlebnisse beim Bund...teils einfühlsam, teils derb erzählen die Geschichten dieser Sammlung, wie Jungen und Männer sich in verschiedenen Lebensabschnitten bewähren... oder wie sie versagen. 

Georg Michael Hahn aus Kingenmünster, Gouverneur von Louisiana

Georg Michael Hahn aus Kingenmünster, Gouverneur von Louisiana

Herbert Kihm

Georg Michael Hahn wurde in dem Ort Klingenmünster am 24.November 1830 als Sohn einer jüdischen Familie geboren.

Klingenmünster, an der Deutschen Weinstraße gelegen, heute ein Teil der Verbandgemeinde Bad Bergzabern und bekannt als Standort des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie, gehörte damals zum Königreich Bayern.

Die verwitwete Mutter wanderte 1839 mit ihren fünf Kindern nach Amerika aus und ließ sich schließlich in New Orleans nieder, wo Georg Michael Hahn 1851 in seinen Beruf als Rechtsanwalt eintrat, politisch engagierte er sich bei den Demokraten.

Schon damals war Hahn ein entschiedener Gegner der Sklaverei und der Sezessionsbewegung.

Im Jahr 1862 wurde er als Unionist mitten im Bürgerkrieg als Vertreter des von der Union besetzten Louisianas in das US-Repräsentantenhaus nach Washington gewählt. Dort traf er mit Präsident Abraham Lincoln zusammen, mit dem er sich anfreundete. Hahn war der Meinung, Louisiana sollte erst wieder im US-Kongress vertreten sein, wenn der Krieg vorüber und der Staat neu strukturiert war.

Daher schied er am Ende der Legislaturperiode am 3. März 1863 aus dem Gremium aus. Zurück in Louisiana trat Hahn jetzt der Republikanischen Partei bei, zu deren moderatem Flügel er sich bekannte.

Im Jahr 1864 wurden in dem Staat Louisiana erste Gouverneurswahlen ausgeschrieben, die Hahn als Kandidat seiner Partei gewann.

Er setzte sich für das Wahlrecht der Schwarzen ein, was sich aber zunächst nicht verwirklichen ließ. Immerhin gelang es ihm, dass in seiner Amtszeit der Grundstock für ein Schulsystem gelegt wurde, das auch die schwarze Bevölkerung einschloss, auch wenn die Schulen nach Rassen getrennt waren.

Hahn überwarf sich mit dem Militärbefehlshaber, General Stephen Augustus Hurlbut, der die Zivilregierung nicht anerkannte, worauf er zurücktrat und sich für den Senat in Washington bewarb und auch gewählt wurde. Hahn durfte dieses Mandat auf Grund politischer Vorgaben aber nicht antreten, in der Folge er nach New Orleans zurückkehrte.

Von 1872 bis 1876 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Louisiana und ab 1875 als Speaker dessen Präsident. Zwischen 1879 und 1885 war er Bezirksrichter.

Schließlich wurde er doch noch einmal in das US-Repräsentantenhaus gewählt. Dieses Mandat übte er seit dem 4. März 1885 bis zu seinem plötzlichen Tod am 15. März 1886 aus.

Georg Michael Hahn wurde auf dem Metairie Cemetery in New Orleans begraben.

 

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Bildquelllen:

Vorschaubild: Michael Hahn, 1865, Urheber: John Genin via Wikimedia Common Gemeinfrei; neu bearbeitet von Carolin Eberhardt.

Klingenmuenster 2016 1, Urheber: Klaus Graf via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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