Rheinland-Pfalz-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.rheinland-pfalz-lese.de
Unser Leseangebot

Marco Warmuth/Tina Pruschmann
gottgewollt
Das Leben der Ordensschwestern von der heiligen Elisabeth
Bild-Text-Band

Gottgeweihtes Leben – dokumentarische Fotos und biografische Interviews

Der Band »Gottgewollt« porträtiert Leben und Alltag der Ordensfrauen. Die Autoren spüren einer Lebensweise nach, die aus der Zeit gefallen scheint angesichts einer Gesellschaft, in der individuelle Freiheit und Wohlstand zur zentralen Lebensorientierung geworden sind.

Alte Stadtmauer Trier

Alte Stadtmauer Trier

Dr. Michael Pantenius
Rudolf Voigtländer

Von wegen nur ein Dornenverhau

Sich mit einer Mauer zu „gürten“, war ein Privileg, das weder von den Römern, noch von den nachfolgenden Obrigkeiten jeder Stadt zugestanden wurde. Viele Gemeinwesen im Reich mussten sich mit einer Landwehr, also einem Dornenverhau begnügen. Trier nicht. Anfangs, also um Christi Geburt, war das zwar auch nicht nötig, da traute sich noch kein Vandale, kein Franke, Hunne oder Alemanne die Augusta Treverorum anzugreifen. Das änderte sich im 2. Jahrhundert. Also wurde gebaut. Solide. Hoch und anschaulich, mit Toren. Die Porta Nigra legt davon das beste Zeugnis ab. Wer um den Innenstadtring geht (aber am besten schließt man sich einer Führung an) erfährt: Es gibt Reste der römischen, der mittelalterlichen und der frühneuzeitlichen Stadtbefestigung, die bis ins 19. Jahrhundert hinein stand. Die römische war umfangreicher als die mittelalterliche. Warum? Eine Stadtmauer muss der Zahl der Männer entsprechen, die sie besetzen und verteidigen können. Damit war es um 1500 schlecht bestellt. In römischen Zeiten aber lebten hinter der Mauer etwa 80.000 Menschen! Die zahlten ihre Steuern, also war Geld da, um solide zu bauen. Die Mauer wuchs empor, sechs Meter hoch, drei Meter dick und in ihr standen auf gut sechseinhalb Kilometer Länge wenigstens 45 Türme! Viele Abschnitte sind in späteren Jahrhunderten als Steinbrüche genutzt worden. Aber was heute noch so aus dem Grün schaut, an der Schellenmauer, in der Südallee oder im Palastgarten, das kann sich sehen lassen.



Adressen

Reste der alten Stadtmauern

Ostallee

Schellenmauer

Palastgarten

Schießgraben

Amphitheater


*****

Texte und Bilder entnommen aus:

Pantenius, Michael; Voigtländer, Rudolf: Trier, die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Igeler Säule
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR
Löwenapotheke Trier
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR
Römerbrücke Trier
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR
Barbarathermen
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR
Kaiserthermen Trier
von Dr. Michael Pantenius, Rudolf Voigtländer
MEHR

Alte Stadtmauer Trier


54290 Trier

Detailansicht / Route planen

Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen